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Textänderung ohne InDesign

Bildschirmfoto Adobe InCopy bei einer Textkorrektur

Das Aufwändigste in vielen Satzprojekten sind die Korrekturschleifen. Der Kunde bekommt nach dem ersten Entwurf in InDesign meist eine PDF-Datei der ersten Layoutversion und definiert auf dieser Basis seine Änderungswünsche. Das Vorgehen die Änderungswünsche zu vermerken kann sehr unterschiedlich sein:

  • Kommentare per Mail (Auf Seite 3, blauer Kasten, 3. Absatz, das 4. Wort…),
  • Kommentare per Telefon,
  • Per komplett neuer Vorlagen-Datei, meist Word, hoffentlich mit aktivierter Änderungsverfolgung,
  • Mit Hilfe von PDF Kommentaren, im Optimalfall mit den Textkorrekturwerkzeugen,
  • Oder gar per Fax.

Das manuelle Einpflegen der Änderungen kann je nach beschrittenem Weg sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Es besteht dabei auch die Gefahr, dass Textänderungen durch Ergänzung von Inhalten zum Übersatz führen. Weiterer Abstimmungsbedarf ist dadurch erforderlich, zumal Übersatz in einem weitere Korrektur-PDF nicht sichtbar ist. Solch ein Aufwand ließe sich für größere Korrekturen sicher auch rechtfertigen, aber was ist mit einem Komma, welche eingefügt werden soll?

Längenverbindliches Schreiben oder Editieren von Texten in echter Zusammenarbeit würde Auftraggeber und Auftragnehmer erheblich entlasten und zu einem schnelleren und einfacheren Projektabschluss führen, weil die Stärken der jeweiligen Beteiligten voll ausgespielt werden. Ganz nach dem Motto: Schuster bleib bei deinen Leisten, kann sich so jeder auf seine Kernkompetenzen fokussieren – der Redakteur schreibt, der Layouter/Grafiker gestaltet.

Es kann einfacher sein

Schon seit langer Zeit gibt es für das Korrigieren von Texten in InDesign-Daten eine technische Lösung, die jedoch bis heute wenig bekannt und verbreitet ist; sie heißt Adobe InCopy.

Bei InCopy handelt es sich funktionell beschnittenes InDesign, welches dem Benutzer den Zugriff auf Texte erlaubt, nicht aber das Bearbeiten von Rahmengrößen, oder -positionen oder das Ändern von Bildern.

Das Abarbeiten von Korrekturschleifen wird so viel einfacher. Der Grafiker fertigt wie üblich den ersten Entwurf an. Statt aber ein PDF zu schreiben, gibt er dem Redakteur direkten Zugriff auf den Text, der direkt von Ihm längenverbindlich geändert werden kann, ohne das Layout anzutasten. Einzige Voraussetzung: Alle im Layout verwendetet Schriftarten müssen lokal installiert sein.

Diese Arbeitsweise spart erheblich Zeit und verringert den Abstimmungsbedarf. Trotz der Kosten die für InCopy anfallen, 5€ netto Monatsmiete, amortisieren sich der finanzielle Mehraufwand durch die Einsparungen im Nu – man spart ab dem ersten Projekt.

Um einen kleinen Einblick in die Arbeitsweise mit InDesign und InCopy zu geben, habe ich das Ändern eines Beispieltextes mal in einem Videotutorial festgehalten:

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